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Norsk Hydro ASA

 

Einsatz unter härtesten Bedingungen

Anwenderrportage:

Maßgeschneiderte Clark Dieselstapler überzeugen im Gießereieinsatz

Bei Hydro Precision Tubing im belgischen Lichtervelde hat der Flurförderzeug-spezialist Clark einmal mehr bewiesen, dass „Built-to-last“ kein leeres Versprechen ist. Der Einsatz in der Gießerei verlangt von zwei Clark Staplern der Baureihe C55sD täglich Höchstleistungen. Die Fahrzeuge müssen nicht nur der enormen Hitze des Schmelzofens standhalten, sondern auch beim Handling schwerer Lasten ihr Können unter Beweis stellen.

Die Hydro Precision Tubing gehört zur norwegischen Norsk Hydro ASA, einem Aluminiumanbieter, der weltweit über die gesamte Wertschöpfungskette tätig ist. Der Standort Lichtervelde ist einer von sechs Hydro-Standorten in Belgien. Das Werk verfügt über mehr als 70 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von hochfrequenzgeschweißten Aluminiumrohren. Diese werden aus recyceltem Aluminium in verschiedenen Legierungen und mit unterschiedlichen Oberflächenmustern sowie in Durchmessern von 12 bis 76 mm und Wandstärken von 0,6 bis 3 mm gefertigt. Zu den weltweiten Abnehmern gehören unter anderen namhafte Unternehmen der Automobil- und Flurförderzeugindustrie.

 

Recycling für die eigene Produktion

 

In Lichtervelde befinden sich neben der Gießerei für das Aluminiumrecycling ein Kaltwalzwerk, ein Schneidewerk, vier Rohrwerke sowie verschiedene Sägemaschinen. Für die Rohrproduktion recycelt Hydro täglich 80 bis 100 Tonnen Alt-Aluminium. Dazu werden in einem ersten Produktionsschritt aus dem geschmolzenen Alt-Aluminium sogenannte Brammen gegossen. Mit einer Ofenfüllung kann Hydro jeweils drei Aluminumbrammen produzieren. Die Brammen wiegen bei einer Länge von fünf Metern jeweils 7,5 Tonnen. Die Brammen werden im Walzwerk zu Coils weiterverarbeitet, aus welchen später Rohre gefertigt werden. Damit die einzelnen Produktionsschritte reibungslos vonstattengehen, setzt der Aluminiumspezialist nicht nur auf modernste Produktionstechnik, sondern ebenfalls auf leistungsstarke und zuverlässige Lösungen für den internen Materialfluss. Dabei nutzt Hydro die Flurförderzeuge nicht nur für den klassischen Flurförderzeugeinsatz. Zwei Clark Gegengewichtstapler beispielsweise müssen sich in der Gießerei einer ganz speziellen Herausforderung stellen.

 

Täglicher Härtetest

 

Seit etwas mehr als einem Jahr arbeiten die Clark Stapler der Baureihe C55sD mit einer Tragfähigkeit von 5,5 Tonnen an der Umschmelzanlage der Gießerei. Hier wird Alt-Aluminium bei Temperaturen von bis zu 700 Grad geschmolzen. Ihre Aufgabe besteht darin, die Schlacke nach jedem Schmelzvorgang aus dem heißen Ofen zu entfernen, bevor dieser wieder neu befüllt wird. Genaugenommen geht nur ein Clark Stapler dieser Tätigkeit nach. Da der Betrieb rund um die Uhr läuft, dient der zweite Stapler als Back-up und zum Transport von Teilen innerhalb der Gießerei. „Wir schalten Schmelz- und Gießofen nur einmal im Jahr zur Wartung ab“, erklärt Yves Viaene, Manager Foundry, Hydro Precision Tubing. „Sollte ein Fahrzeug aus irgendeinem Grund ausfallen, müssen wir sofort ein Ersatzfahrzeug zur Hand haben, damit die Produktion nicht stillsteht. Aus diesem Grund haben wir zwei baugleiche Clark Stapler angeschafft.“

Um die Schlacke aus dem Ofen zu entfernen, besitzt der Stapler ein Anbaugerät mit einer Art drehbaren fünf Meter langen Dorn. An dessen Ende befindet sich eine Schabevorrichtung, mit welcher der Stapler die Schlacke entnimmt. Dies ist kein leichtes Unterfangen, da der Stapler trotz des großen Abstands zum Ofen rund um die Uhr sehr großer Hitze ausgeliefert ist.

 

Auf den Einsatz maßgeschneidert

 

Um für die anspruchsvolle Aufgabe optimal gerüstet zu sein, mussten die Stapler zum einen gegen die große Hitze geschützt und zum anderen mit zusätzlichen Sicherheitsfeatures ausgestattet werden, um die strengen Sicherheitsvorschriften bei Hydro zu erfüllen. Der Clark Vertragspartner in Belgien, die Firma Hendrik Deceuninck mit Sitz in Izegem, hat sich dazu den Einsatz und das Pflichtenheft ganz genau angesehen und Hydro dann ein Staplereinsatzkonzept unter Berücksichtigung der speziellen Anforderungen vorgelegt. „Wir mussten alle temperaturempfindlichen elektronischen Teile gegen Hitzeeinwirkung schützen“, erläutert Marino Dendooven, Verkaufsberater bei Hendrik Deceuninck. „Die Frontscheibe wurde mit einem hitzebeständigen zusätzlichen Glas versehen, damit diese nicht springt, und die Klimaanlage wurde ebenfalls eingehaust.“ Um den strengen Sicherheitsbestimmungen bei Hydro zu entsprechen, sind die Fahrzeuge mit dem Clark Blue Safety Light ausgerüstet, der oben am Fahrerschutzdachrahmen befestigt ist und einen großen blauen Punkt auf den Fußboden projiziert. „Auf diese Weise werden Personen und andere Staplerfahrer vor herannahenden Fahrzeugen gewarnt“, so Marino Dendooven. Auch den Blue Spot hat die Firma Deceuninck eingehaust, um ihn vor Hitze zu schützen – ebenso wie die Schläuche des drehbaren Anbaugeräts. Zur Überwachung der Motortemperatur des Fahrzeugs kommt das Flottenmanagementsystem OptaFleet zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein onlinegestütztes Management-Instrument, mit dem sämtliche Leistungsdaten von Fahrzeugen abgebildet werden können. Bei Hydro warnt es den Fahrer vor einer Überhitzung des Staplers. Besondere Bedeutung kommt bei der anspruchsvollen Aufgabe des Staplers auch dem Hubgerüst zu, welches durch das schwere Anbaugerät enorm beansprucht wird. „Die Vorgängerfahrzeuge eines Marktbegleiters waren ständig defekt, da das Hubgerüst dem harten Einsatz nicht standhielt“, so Yves Viaene. „Dieses Problem haben wir mit den Clark Staplern jetzt aus der Welt geschafft. Clark hält sein „Built-to-last“-Versprechen ein.“

Die robusten Stapler der Baureihe C55sD sind speziell für schwere Lasten und harte Einsätze ausgelegt. Ausgestattet mit einem vollautomatischen 2-Gang-Getriebe, nassen Lamellenbremsen und einem stabilen Chassis ist diese Baureihe besonders leistungsstark und strapazierfähig. „Insbesondere das Hubgerüst mit einem verwindungssteifen 6-Rollen-Gabelträger und einstellbaren, schräggestellten Tragrollen sorgt für eine bestmögliche Verteilung der Last und geringes Spiel“, erklärt Marino Dendooven. „Der C55sD ist also ideal für den anspruchsvollen Einsatz bei Hydro.“

 

Mitarbeiter schwören auf Clark

 

Bei der Entscheidungsfindung zum Kauf der Stapler hatten auch die Mitarbeiter bei Hydro ein Mitspracherecht. Dazu Yves Viaene: „Unsere Mitarbeiter haben im Vorfeld einige Wettbewerbsfahrzeuge getestet, denn schließlich sind sie es, die tagtäglich mit den Fahrzeugen arbeiten. Sie waren von den Clark Staplern von Anfang an begeistert.“ Und er fügt hinzu: „Ein großes Lob geht auch an die Firma Deceuninck, die uns rundum hervorragend beraten hat und unsere Anforderungen, sei es in Bezug auf die strengen Sicherheitsvorschriften oder die speziellen Anforderungen an die Ausstattung der Stapler, optimal erfüllt hat.“ Hydro hat die Clark Stapler gekauft und wartet die Geräte in einer eigenen Werkstatt selbst. „Sollten wir mal größere Probleme haben“, so Yves Viaene „wissen wir aber, dass die Firma Deceuninck sofort zur Stelle ist. Eine schnelle Reaktionszeit bei Problemen ist uns sehr wichtig.“

Da sich die Clark Stapler so gut bewährt haben, hat Hydro gleich zwei weitere Clark Gegengewichtstapler angeschafft. Dabei handelt es sich um einen Elektrostapler GEX30 und einen dritten Stapler der Baureihe C55sD, der sich von den bereits vorhandenen Fahrzeugen nur durch den Triplexmast unterscheidet. Er kommt zwar in einer anderen Abteilung zum Einsatz, soll aber ebenfalls einspringen können, falls einer der anderen Stapler ausfallen sollte – denn sicher ist sicher.

Norsk Hydro ASA

Norsk Hydro ASA

Der Aluminiumkonzern Norsk Hydro ASA wurde 1905 in Norwegen gegründet und ist der weltweit einzige Anbieter von Aluminiumprodukten, der in allen Segmenten des Aluminiummarktes vertreten ist – vom Bauxit-Abbau über das Raffinieren des Aluminiumoxids über die Fertigung zahlreicher Spezialprodukte für die unterschiedlichsten Branchen bis hin zum Recycling und der Wiederverwertung. Weltweit beschäftig der Konzern 35.000 Mitarbeiter in 40 Ländern auf allen Kontinenten. Die Vertriebs- und Handelsaktivitäten des Aluminiumspezialisten erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette und bedienen mehr als 30.000 Kunden. Die Geschäftsbereiche des Konzerns sind Bauxit & Aluminiumoxid, Energie, Primärmetalle, Walzprodukte, extrudierte Lösungen sowie globale Dienstleistungen. Da für den Verarbeitungsprozess von Bauxit zu Aluminium sehr viel Energie benötigt wird, baut Hydro ebenfalls auf umfassende Erfahrungen in der Erzeugung erneuerbarer Energien und bei der Erzeugung von Elektrizität aus Wasserkraft. Insgesamt 20 Wasserkraftwerke betreibt das Unternehmen in Norwegen. Im Jahr 2019 betrug der Umsatz 149.766 Milliarden NOK. In Belgien produziert Hydro mit den Strangpresswerken in Raeren und Lichtervelde, den Gießereien in Ghlin und Lichtervelde, den Betrieben für geschweißte Rohre in Lichtervelde sowie den Aluminiumbausystemen in Landen mit rund 830 Mitarbeiter in Belgien eine breite Palette von Aluminiumprodukten, die weltweit vertrieben werden.

Gold des 21. Jahrhunderts

 

Aluminium ist ein vielseitig genutzter Werkstoff, da es stabil, leicht und in großen Mengen verfügbar ist. Der weltweite Aluminiumbedarf steigt um rund vier Prozent jährlich. In Deutschland beispielsweise benötigt die Automobilindustrie einen Großteil des Aluminiums. Um die erforderlichen Mengen an Aluminium produzieren zu können, wird sehr viel Strom benötigt. Da recyceltes Aluminium im Vergleich zur Herstellung von Primäraluminium lediglich fünf Prozent dieser Energiemenge benötigt, wird durch das Recycling von Alt-Aluminium nicht nur Energie eingespart, sondern vor allem auch der Schadstoffausstoß minimiert und die Rohstoffversorgung gesichert. Die Reinheit und der niedrige Schmelzpunkt (660 °C) garantieren die hohe Recyclingfähigkeit von Aluminium. Zudem ist der Kreislauf der Wiederaufbereitung ohne Qualitätseinbußen unendlich wiederholbar – geschätzte 75 Prozent des Aluminiums, das je erzeugt wurde, ist noch in Gebrauch und hat teilweise bereits vielfache Recyclingprozesse durchlaufen.

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Der Clark Dieselstapler mit 5,5 Tonnen Tragfähigkeit wird am Schmelzofen einem besonderen Härtetest unterzogen

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Der Stapler ist mit einer Art drehbaren fünf Meter langen Dorn ausgestattet, an dessen Ende sich eine Schabevorrichtung befindet, mit welcher der Stapler die Schlacke entnimmt

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Der Clark Stapler C55sD muss die Schlacke nach jedem Schmelzvorgang aus dem heißen Ofen entfernen, bevor dieser wieder neu befüllt wird

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Der Stapler ist dabei rund um die Uhr sehr großer Hitze ausgeliefert

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Nachdem der Clark Stapler die Schlacke aus dem Ofen entfernt hat, muss er die Auffangbehälter mit der Schlacke abtransportieren

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Auffangbehälter für die Schlacke

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Der Stapler musste mit einem Clark Blue Safety Light ausgerüstet werden, um den strengen Sicherheitsbestimmungen bei Hydro zu entsprechen

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Clark hat alle temperaturempfindlichen Komponenten und auch die Klimaanlage gegen Hitzeeinwirkung eingehaust. Die Frontscheibe wurde mit einem hitzebeständigen zusätzlichen Glas versehen, damit diese nicht springt

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Die Schläuche des drehbaren Anbaugeräts wurden ebenfalls gegen die Hitze geschützt

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Hydro Precision Tubing recycelt Alt-Aluminium für die eigene Rohrproduktion

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V. l. n. r.: Yves Viaene, Manager Foundry, Hydro Precision Tubing und Marino Dendooven, Verkaufsberater bei Hendrik Deceuninck

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